Imic e V

IMIC e.V. unterstützt die Interkulturelle Elterninitiative Hamburg (IKEH). IKEH besteht seit 2009 und ist der erste Zusammenschluss von migrantischen Elternvereinen in der Hamburger Schulgeschichte. Mittlerweile haben sich IKEH über zwanzig Elternvereine der Initiative angeschlossen. Durch diese Vielfalt erreicht die Initiative viele Elternhäuser aus ebenso zahlreichen Herkunftsländern. IKEH setzt sich für eine Schulpolitik ein, in der der Gedanke der Vielfalt nicht nur eine leere Floskel darstellt, sondern stetiger Begleiter der Schulentwicklung ist. IKEH will dabei politische Initiativen und Entscheidungen in Hinblick auf die Perspektiven der unterschiedlichen in Hamburg lebenden Kulturen überprüfen. 

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„Die Welt bei Hammonia zu Haus - Gelebte Vielfalt in Hamburg“ heißt eine Buchveröffentlichung der Landeszentrale für politische Bildung, herausgegeben im Februar 2015 von Abut Can und Birgit Kiupel.

Hamburg, das Tor zur Welt – die Hansestadt präsentiert sich als weltoffen, vielfältig und tolerant. In der Zeit der kontroversen Diskussionen über die Zuwanderung wird häufig über nicht gelungene Integration berichtet. Der soziale, kulturelle und wirtschaftliche Beitrag, den Zuwanderinnen und Zuwanderer für die Gesellschaft Tag für Tag leisten, wird durch religiös motivierte Gewalt überschattet. Rund 548.000 Menschen aus über 180 Nationen, die in Hunderten von Sprachen sprechen, leben mittlerweile in Hamburg – und überwiegend bestens integriert.

Wie sieht das Leben von Menschen mit unterschiedlichen sogenannten „Migrationshintergründen“ konkret aus? Wie gestalten sie Hamburgs Vielfalt auch auf politischer Ebene mit? Wie wird über diese Mitbürgerinnen und Mitbürger gesprochen, die aus anderen Nationen und Kulturen stammen? Die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner – u.a. Sylvaina Gerlich, Vorstand von IMIc e.V. – kommen aus unterschiedlichen Communities und Regionen der Welt. Sie sind erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, Gewerkschafter, Kulturschaffende, Politikerinnen und Politiker, Repräsentantinnen und Repräsentanten ihrer jeweiligen Communities und vieles mehr.

http://www.hamburg.de/contentblob/4462238/4c855de6d72f0fea368234d2fd8a40bc/data/die-welt-bei-hammonia.pdf

Bischof Brobbey wirbt für Hilfsprojekt

Von Christa Möller
 (Hamburger Wochenblatt, 06.11.2015)

In feierlichem Ornat, aber keinesfalls unnahbar , präsentiert sich Bischof Emmanuel Brobbey seiner Kirchengemeinde. Die ist klein – aus deutscher Sicht. Doch unter den insgesamt 66 ghanaischen Kirchengemeinden gibt es noch weitaus kleinere als seine „Holy Spirit Inspiration Church“, die im Holstenhofweg 57 in Wandsbek ihren Sitz hat. Im Wechsel mit seinen drei Pastoren hält der im vergangenen Dezember in Ghana geweihte Bischof die Gottesdienste.

Gerade wurde seine Weihe für die deutsche Pfingstgemeinde in Wandsbek wiederholt, nun ist der 53-Jährige, der in Jenfeld wohnt, einer von drei Bischöfen der ghanaischen Gemeinde hier.
Während nach dem Kindergottesdienst, der sogenannten Sonntagsschule, von 12.30 bis 15 Uhr Gottesdienst ist, gibt es am Dienstag von 19 bis 21 Uhr die Gelegenheit zum Bibelstudium und zur Diskussion. Freitags von 19 bis 21 Uhr ist Gebetabend mit Fürbitten. Warum der Gottesdienst im Vergleich zu evangelischen Gottesdiensten deutlich länger dauert, erklärt Pastor Axel Bethke, 49. Nach Lobpreis und Musik kämen die Menschen nach vorn, „sie erzählen, wie Gott in ihr Leben getreten ist oder geben Zeugnis von dem, was passiert ist.“ Er betont: „Sonntag ist der Kirchentag, da bleibt kein Ghanaer zu Hause.“ Die Gottesdienste werden auf Englisch gehalten und gegebenenfalls ins Deutsche übersetzt. Auch Deutsche, Polen und Rumänen kommen gern in die Holy Spirit Inspiration Church. „Wir bekommen von der Stadt keinen Cent“, sagt Bischof Brobbey, der noch für ein anderes Projekt auf Unterstützung angewiesen ist: In seiner ghanaischen Heimat hat er

„Suame“ gegründet. Das ist Ashanti und bedeutet „Ich helfe dir, die Last auf deinen Kopf zu stellen, damit du losgehen kannst.“ Suame ist außerdem ein Stadtteil von Kumasi, der Geburtsstadt von Brobbey. Unter dem Dach von Suame gibt es eine zweizügige Schule für 650 Kinder, die dort auch verpflegt und falls nötig mit drei Kleinbussen zur Schule und zurück transportiert werden. Die Schule bietet 41 Menschen einen Arbeitsplatz. Außerdem gehört eine von zwölf Menschen bewirtschaftete Farm zu Suame, die zur Versorgung der Schule beiträgt. Mit Hilfe von Geld- und Sachspenden aus Deutschland werden die Schule und diverse medizinische Versorgungseinrichtungen unterstützt.
Vor fast 30 Jahren musste Emmanuel Brobbey Ghana aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse verlassen. In Hamburg fand er eine neue Heimat und Arbeit unter anderem als Straßenbauer, Staplerfahrer und in der Warenannahme. Längst kann er wieder nach Ghana reisen, nun pendelt er zwischen Deutschland und Ghana, wo seine Frau und die drei Kinder leben. Vor 20 Jahren folgte er der Berufung der Kirche und war seither ehrenamtlicher Pastor wie jetzt Axel Bethke, der in der ghanaischen Kirche eine spirituelle Heimat fand. Vor acht Jahren besuchte Bethke mit seiner Frau einen Vortrag von Bischof Brobbey, war begeistert – und kam wieder. „Wir gehören mittlerweile dazu“, sagt der Farmsener (49): „Das Wort Gottes ist etwas Besonderes, weil es die Wahrheit ist. Das berührt einen im Herzen, man weiß, hier bist du richtig.“ Er wurde von Bischof Brobbey ausgebildet und studiert noch an einer privaten deutschen Einrichtung in Frankfurt, wo er eine Seelsorge- und Befreiungsausbildung macht.

Sylvaina Gerling vom Vorstand des Vereins IMIC, der viele Emigranten betreut, mit Kirche und Bischof kooperiert, weiß: „Sehr viele Menschen haben den Glauben an Gott – die afrikanischen Pastoren sind wie Psychologen für die Menschen.“ Bischof Brobbey möchte dazu beitragen, dass möglichst wenige Ghanaer ihr Heimatland verlassen müssen, er wirbt deshalb um Unterstützung für sein Projekt.

Foto: Die Bischofsweihe von Emmanuel Brobbey wurde bei IMIC e.V. gefeiert

ACCADA e.V. und IMIC e.V. veranstalteten im Juli 2015 einen runden Tisch zum Thema „Anders, aber doch vereint“. Das Zusammenleben von Deutschen und Migranten und die kulturellen Unterschiede wurden diskutiert von Vertretern der afrikanischen Community, deutschen Politikern. Mit dabei: Hamburgs Kultursenator a.D. Reinhard Stuth.

Kooperationspartner ACCADA e.V. schreibt zu der Veranstaltung:

„Derzeit gibt es zu viele Konflikte und Hotspots rund um den Globus, zu viel Misstrauen und Vorurteile, zu viel Hass, ob in Afrika, den USA, im Nahen Osten, in Europa und auch in Deutschland. Multikulturalismus, ethnische, kulturelle und rassische Unterschiede spielen in diesen Konflikten eine zentrale Rolle, und es ist echt ironisch, dass der Multikulturalismus zwar viele Vorteile bringt, aber auch ein Hindernis für die menschliche Koexistenz darstellt. Es ist daher unsere Pflicht und Verantwortung, jede Gelegenheit zu nutzen, um eine reibungslose und friedliche Koexistenz unter den in Deutschland lebenden Menschen zu ermöglichen. Unter dem Motto "Different but yet united" veranstalteten wir (ACCADA eV) in Kooperation mit dem IMIC e .V einen Kulturabend mit Rundtischgespräch und Präsentation von bereits erarbeiteten Konzepten der interkulturellen Kommunikation und Kooperation. Der "Mensch" steht im Mittelpunkt der gesamten Veranstaltung. Darüber hinaus wurden Flyer mit Botschaften der friedlichen Koexistenz verteilt.“

„Currently, there are too many conflicts and hot spots around the globe, too much mistrust and prejudice, too much hatred, whether in Africa, the USA, in the Middle East, in Europe and also in Germany. Multiculturalism, ethnic, cultural and racial differences play key roles in these conflicts and it’s really ironic that although multiculturalism brings along many benefits, it is also an obstacle to human coexistence. It is therefore our duty and responsibility to use every opportunity to allow a smooth and peaceful coexistence amongst the people living in Germany. Under the motto "Different but yet united", we (ACCADA eV) in cooperation with the IMIC e .V organized a cultural evening, including round table discussion and presentation of previously worked out concepts of intercultural communication and cooperation. The "Human Being" will be in the focus in the entire event. In addition, flyers with messages of peaceful coexistence were distributed.“

Der "Africa Day" wurde erstmals in diesem Jahr von einem „Africa Day Business Forum“ im Hamburger Grand Hotel Elysee unter Schirmherrschaft von Senator a.D. Ian Karan eröffnet (26. Mai). Es dient der Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Hansestadt und Afrika. Rund 100 Unternehmer u.a. aus Nigeria, Ghana, Togo, Kamerun, Deutschland und der Schweiz diskutierten miteinander über Investments in Afrika und mittelständisches Engagement. Unter den Teilnehmern des Forums u.a. die ghanaischen Staatsminister Hon. Comfort Doyoe Ghansah (Soziales), Hon. Rashid Pelpuo (Privatwirtschaft). „Das Networking war hervorragend und wir wissen von konkreten Partnerschaften, die in Vorbereitung sind“, so Sylvaina Gerlich. „Uns war dabei wichtig, Unternehmer und politische Entscheider zusammen zu bringen, die mit sinnvollen Projekten und Joint Ventures Arbeitsplätze schaffen, in Afrika und für Migranten in Deutschland“, so Frank Heinrich, Beirat von IMIC e.V. Beim anschließenden Business-Dinner wird zudem der afrikanische Media-Award verliehen.

Rathaus-Empfang mit Dietrich Wersich Staatsminister Pelpuo Ghansah IMIC-Präsidentin Gerlich

Foto: Rathaus-Führung mit dem Ersten Vizepräsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft Dietrich Wersich und den Staatsministern Hon. Comfort Doyoe Ghansah und Hon. Rashid Pelpuo aus Ghana, Gäste des Africa Day 2016 von IMIC e.V.

Impressionen vom Business Forum:

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Zum Africa Day kurzfristig angereist ist die Ministerin Comfort Doyoe Cudjoe Ghansah aus Ghana. Verantwortlich für das Sozialwesen und Soziale Institutionen in dem afrikanischen Land wird sie um Sonnabend (23.5.) UM 11.00 Uhr am Veranstaltungsort Wandsbeker Marktplatz ein Grußwort sprechen. Der vom gemeinnützigen Verein IMIC e.V. organisierte Africa Day findet vom 23. Bis 25. Mai mit einem bunten Bühnenprogramm, gastlichen Pagodenzelten und afrikanischen Marktständen statt.

Die afrikanische Community feiert den Africa Day unter der Schirmherrschaft von Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, mit prominenten Gästen wie Königinnen Nana Akua Kwayowaa und Nana Adwoa Afaribea I aus Ghana und Chief Imam Sheikh Hussein Imam-Halid. Gefeiert wird an den drei Pfingsttagen ein Fest der afrikanischen Kulturen – mit Musik, Tanz und Gebeten und kulinarischen Speisen. Der Africa Day erinnert in jedem Jahr an den Gründungstag der Afrikanischen Union durch die Staats- und Regierungschefs von dreißig unabhängigen afrikanischen Staaten am 25. Mai 1963. In Hamburg feiern rund 37.000 Afrikaner und Afro-Deutsche diesen Tag.

Auf dem Programm stehen unter anderem bekannte afrikanische Künstler und Bands wie Nana Acheapong, Renevision (König der Löwen), Thendiva Band (König der Löwen), Mark Kofi Asamoah, Ariba War Dancers (Nigeria), Florence, Adowa Traditional Dance Ghana, Perfect Music Group (Togo), Massai Group und Saliou Cissaokho. Sie werden begleitet von einem Informationsprogramm aus Bühneninterviews und Diskussionen. Veranstalter des „Africa Day“ ist IMIC e.V. (Interkulturelles Migranten Integrations Center e.V.), deren Präsidentin Sylvaina Gerlich und ihr Team seit 2012 zu dem Fest einladen.

Der „Africa Day“ gehört zu dem kulturellen und integrativen Angebot des Migranten-Zentrums IMIC e.V. Sylvaina Gerlich: „Mit dem ‚Africa Day 2015’ feiern wir drei Tage lang ein afrikanisches Fest der Vielfalt und Einheit – zu dem wir alle Bürgerinnen und Bürger einladen im Rhythmus Afrikas mitzufeiern und sich gegenseitig besser kennenzulernen.“ Der gemeinnützige Verein IMIC e.V. berät und betreut Migranten und Flüchtlinge in nahezu allen sozialen Bereichen und begleitet sie im Kontakt mit Behörden und Institutionen.

Hamburg: IMIC e.V. is pleased with the results of the integration work

IMIC e.V. provides concrete assistance to immigrants, especially from countries of Africa, in areas that are scarcely covered by the state. These often include time-intensive processes, e.g. linguistic assistance with administrative questions and the cultural mediation for family or school problems.

The results of her good works from 2008 to 2015 are as follows:

  • 7,000 social consultations and accompaniments by Sylvaina Gerlich and their association IMIC e.V
  • 3,000 mediations and accompaniments for initial reception, in integration courses and other internal or external measures (seminars, courses, remedial courses).
  • 850 placements in education, training advice and recognitions.
  • 3,700 attendants to professionals (law, medicine, business start-up, etc.).
  • 27 relief for Africa (auxiliary containers, glasses action, return project).
  • 240 cultural events initiated at IMIC e.V.
  • 40 renowned partners who cooperate with IMIC e.V. and 165 joint events.
  • 1,050 domestic and external events where the IMIC team has represented the interests of Africans and Afro-Germans.

 

Hamburg: IMIC e.V. mit positive Bilanz seiner Integrationsarbeit

IMIC e.V. leistet konkrete Hilfe für Migranten vor allem aus Ländern Afrikas und Afrikaner und zwar in Bereichen, die von staatlicher Seite kaum abgedeckt werden. Dazu gehören oft zeitintensive Prozesse z.B. der sprachliche Beistand bei behördlichen Fragestellungen und die kulturelle Vermittlung bei familiären oder schulischen Problemen.

Einige Zahlen zu der Bilanz des Vereins von 2008 bis 2015:

  • 7.000 soziale Beratungen und Begleitungen durch das Team des Vereins IMIC e.V.
  • 3.000 Vermittlungen und Begleitungen zu Erstaufnahmestellen, in Integrationskurse und sonstigen in- oder externen Maßnahmen (Seminare, Sprachkurse, Nachhilfekurse).
  • 850 Vermittlungen in Ausbildungen, Ausbildungsberatungen und Anerkennungen.
  • 3700 Weitervermittlungen zu Fachleuten (Recht, Medizin, Existenzgründung etc.).
  • 27 Hilfsaktionen für Afrika (Hilfscontainer, Brillenaktion, Rückkehrprojekt).
  • 240 kulturelle Veranstaltungen bei IMIC und von IMIC e.V. initiiert.
  • 40 namhafte Partner, die mit IMIC e.V. kooperieren und 165 gemeinsame Veranstaltungen.
  • 1.050 in- und externe Veranstaltungen, auf denen IMIC e.V. die Interessen der Afrikaner und Afro-Deutschen vertreten hat. 

IMIC e.V. creates awareness and appreciation for Africans and Afro-Germans

For Africans and Afro-Germans recognition is an essential factor in order to adequately represent Germany's own interests. IMIC e.V. acts as an integration-mediator and represents the interests of the community together with important politicians, institutions, public authorities and opinion leaders.

IMIC e.V. schafft für Afrikaner und Afro-Deutsche Beachtung und Anerkennung

Für Afrikaner und Afro-Deutschen ist die Anerkennung ein wesentlicher Faktor, um in Deutschland eigene Interessen angemessen vertreten zu können. IMIC e.V. tritt als Botschafter der Integration auf und vertritt die Interessen der Community bei wichtigen Politikern, Institutionen und Behörden und Meinungsbildnern.

IMIC e.V.  supports youth and presents African role models

African youth should know their roots and their culture, to understand, to have respect and to be strong for the future. In this sense IMIC e.V. shows youth perspectives e.g. with the exhibition "idols", as co-organizer of the African Youth Education Awards and tutoring services, computer courses, and sports and leisure activities.

IMIC e.V. unterstützt die Jugend und zeigt ihr die afrikanischen Vorbilder

Die afrikanische Jugend soll ihre Wurzeln und ihre Kultur kennen, um zu verstehen, Respekt zu haben und für die Zukunft stark zu sein. In diesem Sinne zeigt IMIC e.V. der Jugend Perspektiven z.B.  mit der Ausstellung “Vorbilder“, als Mitorganisator des African Youth Education Awards und über Nachhilfe-Angebote, PC-Kurse sowie Sport- und Freizeitaktivitäten.